Die Geschichte

"Meta´s Musikschuppen" ging aus dem ehemaligen Lokal "Haus Waterkant" hervor, das 1960 von Meta´s Eltern, auf Drängen von Meta und ihrem Mann Klaus Dieter Rogall, eröffnet wurde. 

 

Unter der Bezeichnung "Milchbar" wurde das "Haus Waterkant" am 09.07.1960 eröffnet. 


"Milchbar" deshalb, da man in der Zeit hierfür am leichtesten eine Konzession bekam.

 
Das Image als Ausflugslokal reichte den Rogall's schnell nicht mehr, man besorgte sich eine Jukebox und baute ein kleines Bühnenpodest, wo Combos spielen konnten. 

 

Am 01.07.1961 übernahm Meta die Konzession von ihren Eltern, womit offiziell die Ära "Meta" begann.

 

1963 trennten sich Meta und ihr Ehemann Klaus Dieter.

Somit hatte nun Meta das "Haus Waterkant" ganz allein für sich.

 

Anfang der 60er fingen deutsche Clubs an britische Bands zu engagieren. 1963 kam die Rock`n`Roll Begeisterung dann auch nach Ostfriesland.

Hier fingen Musiker wie Mike Granowski an, sonntagnachmittags im "Haus Waterkant" zu spielen.

In der Zeit von 1964 und 1965 traten viele holländische Bands auf. Ab 1965 gelang es Meta über den "Star-Club" und einer Künstleragentur auch Bands aus England und Südafrika zu engagieren.

 

Aus der Londoner Clubszene traten u.a. die Twilights auf.

Der Band gefiel es in Norddeich so gut, dass sie das ganze Jahr 1965 blieb und teilweise mehrere Monate in Folge auftrat.

In dieser Zeit trat auch "King Size Taylor" ("The Butcher") im "Haus Waterkant" auf. Er ist bei Kennern der Beat Szene bekannt. 

Sven sollte auf Wunsch seiner Mutter Meta bei "The Butcher" Klavierunterricht nehmen. Doch Sven's Leidenschaft war eher das Schlagzeugspielen und so türmte er stets bei den Klavierstunden aus dem Fenster.

Viele Jahre später kam Sven dann zu seinem ersten Schlagzeug. 

 

Und ein damals noch unbekannter Künstler mit seiner Band aus Südafrika legte in Norddeich seinen musikalischen Karrieregrundstein.

Aus einem Elvis-Imitator wurde der mittlerweile allseits bekannte Howard Carpendale ein großer Teil der Schlager-Musikgeschichte und ist bis heute nicht mehr wegzudenken. 

 

Schnell etablierte sich das "Haus Waterkant" weit über Ostfriesland hinaus als angesagteste Live-Adresse in Nordwestdeutschland. Immer mehr Leute fanden den Weg nach Norddeich. Nun begann auch der eigentliche Name der Gaststätte in den Hintergrund zu treten.

 

Man sprach nun immer häufiger von:

"Komm, wir geh`n zu Meta..."

 

Auch trat Otto Waalkes hier mit der Gruppe "The Rustlers" auf. Otto spielte zu dieser Zeit Hits von den Beatles nach.

 

Haben bis 1965 hauptsächlich ausländische Bands die

Clubszene beherrscht, setzte ab 1966 eine Trendwende ein.

Immer mehr deutsche Musiker drängten in den Vordergrund.

 

Dies ging auch an Meta nicht vorbei.

Meta`s Musikprogramm wurde in den Jahren 1967 und 1968 immer internationaler, da auch die Musiker um das gute Ambiente und Publikum im "Haus Waterkant" wussten.

 

1968 ist es dann so weit.

Nachdem es mit den Live-Clubs zu Ende geht, entstehen immer mehr Diskotheken. Auch an Meta geht dies wieder nicht vorbei. Nach nur einer Woche Umbauphase war es im November 1968 so weit, die Zeit der Kapellen ist beendet; ab sofort unterhält ein prominenter Discjockey die Gäste.

 

Meta engagiert den bekannten Engländer Simon Hind als Discjockey. Immer öfter kamen hiesige DJs zum Zuge, so legten Rolf Fuhrmann, René Grotzeck sowie ihr Sohn Sven Rogall (damals erst 13 Jahre alt) auf.

 

Aufgrund der Musikauswahl und dem schnellen erscheinen von Neuerscheinungen auf Meta´s Musikteller, war "Meta´s" Ära in der Zeit von 1969 bis Mitte der 70er höher eingeschätzt, als die Zeit der Live-Ära.

 

Anfang der 70er gehörte der Liedermacher und Komponist Hannes Flesner zu den Stammgästen bei Meta.

Er war es auch der das plattdeutsche Lied "Bi Meta in Norddiek" schrieb und veröffentlichte.

 

Im Sommer 1985 feierte Meta ihr 25-jähriges Jubiläum.

In den Gratulationsschreiben stand dann folgendes:

"Das "Haus Waterkant" ist neben anderen Sehenswürdigkeiten höchstwahrscheinlich einer der bekanntesten Jugendtreffs in Nordwestdeutschland."

 

Nachdem bei Meta zu Beginn der 90er Jahre Krebs diagnostiziert wurde, verstarb sie im September 1994.

Sie wurde 59 Jahre alt.

 

Seit dieser Zeit führt ihr Sohn Sven mit sehr großem Erfolg das ehemalige "Haus Waterkant" - nun bekannt als "Meta's Musikschuppen".

 

   Quelle: Werner Jürgens "Komm wir geh'n zu Meta..."

 

Kontakt

Meta's Musikschuppen

Deichstr. 10

26506 Norden

 

Telefon: +49 04931 8569+49 04931 8569

E-Mail: boesesvente@gmail.com